Kunst-Tipps im Dezember

Pinakothek der Moderne: DEPARTURES

Reisen können eine Möglichkeit sein, sich frei zu fühlen, das eigene Fernweh zu stillen und den Horizont zu erweitern, aber auch einen Aufbruch ins Ungewisse, Sorge und Angst bedeuten. Auf Max Beckmann trifft beides zu. Denn einerseits machte der deutsche Künstler gerne Urlaub an mondänen Orten, andererseits prägten ihn einschneidende Kriegs-, Exil- und Entwurzelungs-Erfahrungen. Zwischen Lust und Leid laviert deshalb die Ausstellung „Departures“, die den gleichen Titel wie das erste Triptychon von Max Beckmann trägt. 70 Leihgaben aus renommierten Sammlungen illustrieren die Bandbreite seines Schaffens, das Genussmomente ebenso abbildet wie Schrecken. Zusätzlich ermöglichen Original-Fotoalben, -Einreisepapiere, -Ansichtskarten, ein Dokumentar-Film und ein begleitendes Veranstaltungsprogramm den vertiefenden Einblick in Max Beckmanns Künstlerbiographie.

Bis 12.3.2023

Mehr Infos

Max Beckmann, Promenade des Anglais in Nice, 1947, Museum Folkwang, Essen<br>© Museum Folkwang, Essen
Max Beckmann, Promenade des Anglais in Nice, 1947, Museum Folkwang, Essen
© Museum Folkwang, Essen

HELDENREIZER Contemporary: GEDANKENEXPERIMENT

Kunststoffe, Cyberschrott und andere Überreste unserer technisch-materiellen Kultur: Diese „technology leftovers“ benutzt Krištof Kintera als Ausgangsmaterial für seine Werke. Zwischen dystopischer Gesellschaftskritik und humoristischem Sozialkommentar erforschen sie Themen wie Erinnerung, Abwesenheit, Zukunft und Natur zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Neue Arbeiten des tschechischen Künstlers, der 1970 in Prag geboren wurde, fasst seine erste Einzelausstellung in Deutschland unter dem Titel „Gedankenexperiment“ zusammen. In einer immersiven Installation sind sowohl skulpturale Leuchttürme als auch 3D-Zeichungen zu sehen, die durch den Einsatz von elektrischer Ladung entstehen. Zentrales Thema von Kinteras Ausstellung ist der Prozess des künstlerischen Schaffens als „mäandernde Reise“, die von Emotionen wie Angst, Mut und Introspektion beeinflusst wird.

Bis 14.1.2023

Mehr Infos

Galerie Sundheimer: VERHANDLUNGSBASIS

Nicht gesucht und doch gefunden“: Unter diesem Motto lädt die Galerie Florian Sundheimer, deren Schwerpunkt Arbeiten auf Papier, Plastiken und Skulpturen sind, zur fünften Ausgabe ihrer Ausstellung „Verhandlungsbasis“. Gezeigt werden Arbeiten von Terry Winters, Nancy Spero, Walter Stöhrer, Eduardo Paolozzi, Alf Lechner, Felix Droese, Dieter Roth, Dieuwke Spaans, Katharina Daxenberger, Ryan Mendoza, Silvia Bächli, Dieter Villinger und den Gebrüdern van der Grinten – lauter Vertretern von Kunst der Gegenwart und des 20. Jahrhunderts. „Verhandlungsbasis“ ist aber nicht nur ein Forum für arrivierte Künstler, sondern auch für Nachwuchstalente. Zu haben sind ebenfalls Weihnachtsgrüße des Non-Profit-Projekts PEACE of PAPER. Seit Ende 2015 bringt es junge Geflohene und Einheimische auf künstlerischer Ebene in Workhops zusammen. Dabei werden gemeinsam Stempelmotive entworfen und diese später auf Geschenkpapiere und Karten gedruckt.

Bis 17.12.2022

Mehr Infos

Ägyptisches Museum: AN EGYPTIAN STORY

Als Kind sah er Bilder von Tutanchamun und Nofretete, die für ihn „wie Schätze“ waren. Um sie zu bewahren und an das alte Ägypten als „großartige Zivilisation“ zu erinnern, schlug Alaa Awad später bewusst eine Brücke in die Gegenwart: In seinen Ölgemälden, Zeichungen, Mosaiken und Graffitis greift der 1981 Geborene, der 2012 durch großformatige Wandgemälde in Kairo als Streetart-Künstler bekannt wurde, geschichtsträchtige Motive auf und übersetzt sie in einen farbenfrohen “Neo-Pharaonen Stil”. Ausgewählte Bilder gastieren jetzt in der Sonderausstellung “An Egyptian Story” im Ägyptischen Museum, das in 13 thematisch gegliederte Räume eine Entdeckungsreise durch fünf Jahrtausende Kunst und Kultur des Alten Ägypten und des Antiken Sudan ermöglicht. Als besonderes Highlight gestaltet Alaa Awad vor Ort live ein neues Wandgemälde.

Bis 5.3.2023

Mehr Infos

Galerie Bender: DIE SINNLICHKEIT DER FARBE

Erst zerstößt, mörsert und zerreibt Helmut Dirnaichner Steine und Halbedelsteine wie Azurit, Malachit oder Lapislazuli. Dann löst er das entstandene Granulat mit Wasser und vermischt es ohne Bindemittel mit Zellulose. Aus dieser „farbigen Materie“ entstehen handgeschöpfte Arbeiten mit abwechslungsreichen Oberflächenstrukturen, die aus jeder Position und je nach Lichteinfall immer wieder anders wirken. In einer Rückschau auf 40 Jahre Kunstschaffen zeichnet die Ausstellung "Die Sinnlichkeit der Farbe" die Entwicklung von Dirnaichners individueller Farb- und Formensprache nach. Sie begann 1985 mit seiner Reise nach Mexiko, wo er in einem kleinen Dorf die jahrhundertealte Papierherstellung der Otomi aus Vulkanstein und Rindenbast  des Jonote-Baum kennenlernte. Zu einer eigenen Methode modifiziert, wurde dieses Verfahren elementar für das Oeuvre des 1942 in Kolbermoor geborenen Bayern.

Bis 23.12.2022

Mehr Infos



Weitere aktuelle Artikel

LP

Standort

Ludwigpalais
Luwigstraße 6, 8, 10
Von-der-Tann-Str. 2, 2a, 3
80539 München

Lage Ludwigpalais Schwarzplan

Newsletter

Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzinformationen und erklären sich einverstanden, dass die Quantum Immobilien AG Ihnen per E-Mail Informationen zusendet. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen.