Aktuell im benachbarten Kunstareal

Wenige Gehminuten vom Ludwigpalais entfernt gibt es mit dem Kunstareal einen der wichtigsten Kulturstandorte Münchens. Nicht verpassen: Die im November eröffneten Sonderausstellungen in den Staatlichen Antikensammlungen, der Pinakothek der Moderne und im Architekturmuseum.

SHIRIN NESHAT in der Sammlung Moderne Kunst

Selbstbewusst und kraftvoll, zugleich verletzlich und fragil wirken die Werke der iranischen Künstlerin, Fotografin und Filmemacherin Shirin Neshat (*1957). Zentrale Themen ihres Schaffens sind Identität, Herkunft und Machtstrukturen. Die Verbindung und Erweiterung der reichen Tradition persischer und westlicher Bildsprachen prägen das Oeuvre der in den USA lebenden Künstlerin. Auch in ihrem jüngsten Werk, „Land of Dreams“ (2019), werden persische Kalligrafie und westliche Portraitkunst zusammengeführt, wobei sie erstmalig die Medien Fotografie und Video vereint. Die Sonderausstellung „Shirin Neshat. Living in one land, dreaming in another“ ist in der Pinakothek der Moderne/Sammlung Moderne Kunst
Zu sehen bis 24. April 2022.

<strong>SHIRIN NESHAT, NIDA (PATRIOTS), AUS DER SERIE „BOOK OF KINGS“, 2012, </strong>© Shirin Neshat<br>Courtesy the artist, Gladstone Gallery, New York and Brussels, and Noirmontartproduction, Paris
SHIRIN NESHAT, NIDA (PATRIOTS), AUS DER SERIE „BOOK OF KINGS“, 2012, © Shirin Neshat
Courtesy the artist, Gladstone Gallery, New York and Brussels, and Noirmontartproduction, Paris

Antikensammlungen: SEESCHLACHT VON SALAMIS

Die Seeschlacht von Salamis jährt sich dieses Jahr zum 2500sten Mal. Sie gehört zu den großen Wendepunkten der europäischen Geschichte. Mit ihr endete nicht nur das persische Expansionsbestreben auf dem europäischen Festland. Mit dem Sieg der Griechen wurde auch die goldene Epoche der griechischen Antike eingeläutet. Die neu eröffnete Sonderausstellung „Salamis 480“ in den Staatlichen Antikensammlungen bindet die Schlacht, ihre Vorgeschichte und ihre Folgen in einen größeren historischen, kulturhistorischen und kunstgeschichtlichen Rahmen ein. Anhand von hochkarätigen archäologischen Funden aus bedeutenden Museen und illustriert durch dreidimensionale Modelle wird das epochemachende Ereignis den Besuchern vor Augen geführt.
Zu sehen bis 13. März 2022.

KI.ROBOTIK.DESIGN in The Design Museum

Mit Sami Haddadin setzt einer der weltweit führenden Forscher, Innovatoren und Koryphäen auf dem Gebiet der Robotik und künstlichen Intelligenz (KI) die Reihe zeitgenössischer Designpositionen in der Paternoster-Halle fort, zu der Die Neue Sammlung – The Design Museum seit 2015 jährlich internationale Protagonisten des Designs einlädt. Sami Haddadin und sein Team haben eine Ausstellung konzipiert, die in vier Kapiteln die Entstehung, Gegenwart und Zukunft von Robotik und KI aufzeigt - von der Geschichte der KI von ihrem Ursprung als Idee über Leibniz’ Rechenmaschine bis hin zu den intelligenten Robotern und Algorithmen unserer Gegenwart über KI als reine datenhungrige, alles beobachtende analysierende Digitaltechnologie bis hin zu der Verbindung zwischen Mensch und Maschine. Zu sehen bis 18. September 2022.

PARALLELES WACHSTUM. KARL BLOSSFELDT UND EVA-MARIA SCHÖN in der Pinakothek der Moderne

Karl Blossfeldt (1865-1932) gilt als einer der bedeutendsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit der 1920er- und 1930er-Jahre. Seine Fotografien von Pflanzen belegen den Formenreichtum der Natur, wie es der natürlichen Beobachtung kaum möglich ist. Die Berliner Künstlerin Eva-Maria Schön (* 1948) arbeitet im Spannungsfeld von Malerei und Fotografie. Das Auge, die Hand, der Atem zählen zum Instrumentarium für produktiv gerichtete Bewegungsmuster, die als mikroskopische Aufnahmen, Fotogramme oder Handzeichnungen die Analyse der Form herausfordern. Die Präsentation zeigt Werke aus den Serien „Paralleles Wachstum“ (seit 2015) und „Unschärfe“ (2019) von Eva-Maria Schön im Dialog mit einer Auswahl der vielteiligen Arbeitscollagen von Karl Blossfeldt.
Zu sehen bis 30. Januar 2022.

FRANCES DRAYSON in der Galerie Britta Rettberg

Unter dem Titel „Natural History“ zeigt die Galerie Britta Rettberg noch bis Ende des Jahres die erste Einzelausstellung der jungen Engländerin Frances Drayson (geb. 1986, London). Die multimediale Ausstellung vereint Skulptur, Zeichnung, Collage und Text. Frances Drayson untersucht in ihrer Arbeit Methoden der Klassifizierung, der Kategorisierung und der Narrativierung in Bezug auf systemische Strukturen, die unser Leben bestimmen.
Zu sehen bis 31. Dezember 2021

WHO'S NEXT? im Architekturmuseum

Als soziale Gruppe gehören die Obdachlosen zu den ungeschütztesten Mitgliedern unserer Gesellschaften. In der Ausstellung werden zentrale Themen wie die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Obdachlosen aber auch die Ambivalenz der Reaktionen der übrigen Gesellschaft, die zwischen Verdrängung und Ablehnung liegt, analysiert. Obdachlosigkeit wird nicht als eine individuelle Tragödie, sondern als ein Problem der Gesellschaft präsentiert, das systemische Lösungen erfordert. Dazu zeigt die Ausstellung historische und zeitgenössischer Architekturprojekte zur dauerhaften Wiedereingliederung von Obdachlosen.
Zu sehen bis 06. Februar 2022.

Das Kunstareal München liegt direkt im Herzen von München und ist mit seinen Museen und Hochschulen einer der wichtigsten Kulturstandorte Europas. Auf einer Fläche von 500 x 500 Metern – mitten im lebendigen Stadtbezirk Maxvorstadt – trifft der Besucher auf eine einmalige Verbindung von Kunst, Kultur und Wissen.

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Standort

Ludwigpalais
Luwigstraße 6, 8, 10
Von-der-Tann-Str. 2, 2a, 3
80539 München

Lage Ludwigpalais Schwarzplan

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